Was bisher geschah…

​Zuallererst einmal Verzeihung an alle die sich unseren Blog hin und wieder anschauen für diese unerwartet lange Pause. Ehrlichgesagt fühlt es sich an als hätte ich erst vor zwei Wochen…gut sagen wir vor einem Monat den letzten Beitrag rausgeschickt. Ich weiß auch nicht wie das passieren konnte, aber es sind tatsächlich sechs Monate vergangen. Ich denke über alles Geschehene in einem Beitrag zu berichten wird schwierig, aber ich mache es jetzt einfach so: Was hat sich in den letzten Monaten verändert…und was nicht?

Was sich alles veränderte

Fangen wir an mit unseren Aufgaben als Freiwillige in El Sauce. Nachdem wir uns an das tägliche ackern auf unseren Feldern gewöhnt hatten verließen uns unerwartet die Hauseltern des Jungenhauses, was natürlich zur Folge hatte, dass die zwei deutschen Freiwilligen das Jungs Haus schmeißen sollten. Wir verbrachten zwei in jeder Hinsicht unvergessliche Monate gemeinsam. Ich möchte nicht behaupten, dass wir beide weder pädagogisch noch erzieherisch die Beste Wahl waren um ein Haushalt voller chaotischen, schwererziehbaren Jungs zu leiten (man darf nicht vergessen wir sind selbst erst frisch von zu Hause raus), und dennoch waren wir die einzige Wahl, die El Sauce hatte. Und trotz wenigen…bzw. keinen Spanischkenntnissen haben wir (unserer Meinung nach) im Grunde genommen ganz akzeptable Arbeit geleistet. „Ich meine sie leben ja noch“, erinnert Dominik sich immer an unsere Zeit mit den Jungs. 

Danach ging es wieder zurück auf die Felder, wo unendlich Arbeit auf uns wartete, da unser Team mit der Zeit von zehn auf fünf geschrumpft ist..

Parallel sind wir jetzt auch die Sportlehrer an unserer Grundschule und haben einmal die Woche Unterricht.

In unserer Freiwilligen WG sind wir mittlerweile zu viert: Dominik und ich, Fernando, welcher inzwischen Präsident von El Sauce ist (ist ja nicht so, als hätten wir anfangs noch zusammen Kompost geschaufelt) und Ayelen, eine Psychologin aus Argentinien. 

Dass wir jetzt fließendes Wasser in unserer Küche haben ist, denke ich, auch ein nennenswerter Fortschritt…

Eine drastische Veränderung für uns war der Preisanstieg von einem Boliviano für ein sieben Bolivianos teures Käse-empanada (0,95€) in unserem Stammcafé. Zum Glück sind wir mittlerweile Stammkunden bei einer alten Empanadaverkäuferin an einer Straßenecke und bekommen sieben Empanadas für 10 Bolivianos (1,37€).

Was sich nicht veränderte
Einige können sich vielleicht erinnern, dass wir einst dachten wir hätten bald warme Duschen…es ist immer noch nur ein Traum wie vor acht Monaten.
Auch hat sich an der Tatsache, dass wir keinen Kühlschrank haben nichts geändert. Zwar hat er zwischendurch, nach einer teuren Reparatur, kurzfristig funktioniert bis er nach einer Woche wieder den Geist aufgab.

Nach 8 Monaten harter Arbeit auf dem Acker hatten Dominik und ich uns eigentlich erhofft ein körperliches Wachstum zu sehen, aber auch bei dem Punkt blieb alles beim Alten…

Vom Zwischenseminar und von dies und das

Im Februar fand übrigens auch unser Zwischenseminar statt. Jedoch nicht in Machu Picchu, wie ursprünglich geplant, sondern in Cochabamba. Bei einem unserer zwei Ausflüge ging es auf die Cancha, ein unglaublich riesiger Markt mit einem penetranten Mief nach gammligem Fleisch, wo ich ein ziemlich cooles Lama-Pullover fand (Danke Ingrid!). Mein persönliches Highlight vom Seminar! Ich meine wer braucht schon Zanzibar oder Cancún bei so einer Auswahl von Lama-Pullovern?!

Naja, und so verflogen die letzten sechs Monate. Zwar ohne Sandstrand und türkisenem Meer, und trotzdem mit unzähligen, unvergesslichen Momenten. Vielleicht kommt man ja ein anders Mal nach Cancún oder auf die Trauminsel Afrikas…was sein soll wird sein, nicht wahr?

3 Gedanken zu „Was bisher geschah…“

  1. Hey vielen Dank für euren Bericht. Wie immer informativ und ausgesprochen humorvoll. Wünsche euch ganz viel Kraft für die nächsten Monate. Dazu Gottes Segen und Schutz.
    Nico

  2. genau so siehts aus! 😉 bleibt am Ball Jungs – ihr rockt das! 🙂
    Bin stolz auf euch…ihr Verrückten!
    und…bitteschön 😉

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