¡Feliz Sabado!

  Zur Abwechslung war heute mal ein ganz entspannter Sabbat. Gutes Essen zusammen mit den Kindern und den ganzen Nachmittag Siesta..das gibt’s leider nicht jeden Tag. Wir mussten feststellen, dass sie erst Abends richtig die Energie rauslassen, was dann mit einer kleinen Ringveranstalltung endete. 

Die Krawatte wurde natürlich erst nach Sonnenuntergang abgelegt…

Warme Dusche versetzt Berge

Nachdem wir uns schon langsam an die Arbeit hier im Projekt, das vegane Essen, das gute Wetter, die Arbeitsmoral, und generell an den Alltag hier in Samaipata gewöhnt haben gibt es immernoch eine Sache, die uns sehr schwer fällt…die abendliche kalte Dusche. Doch der Wille nicht zu stinken ist dann abends nach einem harten Arbeitstag größer als die Angst vor dem kalten Wasser. Vor zwei Tagen kam allerdings unsere Rettung. Ein neuer Wassertank. Das einzige Problem war..er muss weit oben auf einem Hügel installiert werden. Es schien zwar unmöglich einen Weg nach oben zu finden, doch Mit der warmen Dusche im Hinterkopf und zwei Macheten haben wirs doch hingekriegt einen Weg zu bilden.

Zum Glück gibt es Schlafsäcke

Es liegt ein äußerst interessantes Wochenende hinter uns. Zusammen mit Flo und Jona – zwei andere ADRA Freiwillige – haben wir das Wochenende in Santa Cruz verbracht. Endlich hatten Dominik und ich die Zeit um unsere Kameraausrüstungen auszupacken um Straßenfotos zu machen. Eine von den vielen ersten Regeln von Dominik übers Fotos machen ist: es gibt nichts was man nicht tun sollte für ein gutes Foto. Also ließen wir uns nicht einmal von einem kleinen Hupkonzert irritieren…

Das Wochenende ging weiter mit weiteren amüsanten -teilweise eisigen- Erlebnissen..zum Beispiel einem schwer sehbehinderten Taxifahrer, der uns durch die Gegend fuhr..einem dreistündigen Aufenthalt im Micafé, dessen Logo übrigens dem von uns vertrauten McCafé sehr ähnelt…einem erfolgslosen Versuch zu trampen…bis hin zu einer Nacht unter freiem Himmel. Es war eine Nacht mit wenig Schlaf.. die Folgen davon waren auch am übernächsten Tag nicht zu übersehen..

Alles in allem werden wir dieses Wochenende nicht ganz so schnell wieder vergessen und haben wieder feststellen müssen, dass jeder der weiß es gibt einen Ort an dem er immer willkommen ist und immer die Nacht verbringen kann, wirklich dankbar sein sollte.

Physik ist alles… 

Nachdem ich ca.  10 Balken (stecken teilweise  1m tief)  mit ach und krach und mit bloßen Händen aus dem Boden gezogen hatte,  bemerkte Dominik endlich mein Bemühen und kam schnell zur Hilfe. Er hatte direkt die geniale Idee es mit einem Hebel zu versuchen. Einige Balken sprangen quasi aus dem Boden. Bei den anderen sah es ungefähr so aus… 

Spannung bis zur letzten Minute

​Es war 8 min vor  Schlusspfiff (9:4). Dominik steht im Tor und Caleb im Sturm des anderen Teams

C: Ich muss unbedingt noch ein Tor machen vor dem Ende! 

D: du hast nur noch 8 min. Das kannst du vergessen!

C: Pass auf, du wirst noch sehen..

Emanuel schießt aufs Tor..Dominik wehrt ihn mit Leichtigkeit ab. Der Ball springt zu Gonzalo..er erkennt seine perfekte Chance und zieht ab…auch den Ball lässt Dominik nicht durch. Es ist eine Minute vor Schluss. Der abgewehrte Ball rollt zu Caleb. Gnadenlos feuert er den Ball in den Kasten! Dominik liegt am Boden und sieht verbittert die Kugel durch sein Tor fliegen. Das  Spiel ist beendet!! 

An dieser Stelle muss man leider erwähnen, dass Calebs Team schon unzählige Tore kassiert hatte. (es endete 9:5)  Trotzdem war bis zur letzten Minute die Spannung zu spüren!

Zu früh gefreut..

Spätestens wenn der letzte  Tropfen  Wasser verbraucht und die Beine komplett zerkratzt sind – von den Stacheldrähten, die überall liegen- ist es höchste Zeit für den Feierabend! Dachten wir zumindest… Es war nicht das erste Mal, dass wir uns zu früh freuten… es wartete noch eine weitere Stunde Arbeit auf uns. 

Schwarz vor Augen

… nicht nur Jona war dieses Wochenende schwarz vor Augen. 

Soviel sahen wir  ungefähr gesternabend auf der Rückfahrt von Samaipata nach Hause…Wir mussten feststellen, dass     – unter vieles anderem – beide Scheinwerfer defekt waren…aber das war natürlich kein Problem. Wir hatten zwei Handytaschenlampen, welche genügten, um nicht in den Abgrund auf der rechten Seite zu rutschen. Abgesehen von einem kleinen  Abstecher ins Feld sind wir dann doch ohne weitere Schwierigkeiten  angekommen. 

PS.: Gute Besserung Jona ♥