Ein weiteres „erholsames“ Wochenende 

​Wie gerne ich jetzt über einen langweiligen Sonntag berichten würde…leider kam alles etwas anders als geplant…
Es ist 11 Uhr und wir haben gerade angefangen für die kleinen Jungs das Mittagessen zu kochen, als einer ganz aufgeregt „fuego!! fuego!!!“, schreit und auf den Berg zeigt, auf dem sich unsere Häuser befinden. 

Sofort waren alle Kinder schon auf dem Weg nach oben, um das Feuer am Gipfel zu löschen. Fernando und ich rannten gleich hinterher…oben angekommen wurden wir herzlichst vom Feuer empfangen. Es kam immer schneller auf uns zu und wir konnten nur noch einen der Jungs packen um gleich wieder einen Weg nach unten zu finden. Für die restlichen sieben Jungs war es tragischerweise schon zu spät….nein nahürlich nicht..sie nahmen einen anderen Weg zurück zum Haus. Da wir einsehen mussten dass wir alleine das Feuer nicht kontrollieren können, fingen wir an wenigstens die Häuser zu schützen indem wir alle Pflanzen und Gräser um die Häuser rum weghackten. Das Feuer kam bedrohlich schnell den Berg herunter und uns wurde klar, dass keine Zeit mehr da ist um alles brennbare wegzuhacken.

 Die Polizei war zwischendurch mal da und fragte „besorgt“ wer das Feuer entzündet hätte. Uns Hilfe zu leisten und weitere Hilfskräfte zu sammeln war jedoch ihr letzter Gedanke. Stück für Stück kamen immer mehr Leute aus dem Dorf (gefühlt alle Hippies aus Samaipata) um gegen das Feuer zu kämpfen.

 Es ging bis zum Sonnenuntergang…Wassereimer schleppen…Feuer löschen…schwitzen…husten. Nach Sonnenuntergang waren wir wieder auf uns gestellt. Der Kampf gegen das Feuer endete nach über zehn Stunden um 22 Uhr. Mit großem Bedauern wurden wir am nächsten Morgen auf ein weiteres Feuer in unserer Nähe aufmerksam gemacht, welches ebenfalls von uns unter Kontrolle gebracht werden musste. 

Dies unästhetische Bild drückt wunderbar unsere Gefühle in diesem Moment aus und versucht nicht die Situation zu verschönern. 

Urlaub in bolivianischen Ämtern

Es ist der siebte Tag hier in Santa Cruz. Wir mussten feststellen, dass wir für jeden Tag ohne Visum 25 Bs zahlen und sich die Summe, nach unserem mittlerweile knapp drei wöchigen illegalen Aufenthalt in Bolivien, in unangenehme Höhen steigt. Also sind wir schnellstmöglich in die Stadt gefahren, in der Hoffnung in einem – oder höchstens zwei Tagen – mit dem langwierigen, kostenintensiven nervtötenden, impraktikablen, aussichtslosen Prozess der Visumsbeantragung abzuschließen. Es war in der Tat eine sehr volle Woche. Voller Aktivitäten wie: eine Pedalwagenfahrt, Volleyball- und Fußballturniere, ein Einkaufszentrenbesuch und ein Quad-rennen…um einige als Beispiel zu nennen..was wir jedoch nicht hingekriegt haben ist unser Visum zu bekommen..wir kommen immer so nah ans Ziel..bis uns gesagt wird, es fehle doch noch ein Dokument. Mittlerweile fühlen wir uns schon wie zu Hause, wenn wir wieder Stunden auf irgendein Dokument warten müssen..

Sonntagsspaziergang

Bei jeder Wanderung stelle ich mir immer die selbe Frage: „Wieso habe ich mich schon wieder zu sowas überreden lassen?!“ Zu viert (ich glaube ich muss nicht mehr erwähnen wer) machten wir uns auf den Weg, um einen der vielen Berge um uns herum zu ersteigen. Nach sämtlichen Stacheldrahtzäunen und Dornenbüschen (wir waren zu faul um den eigentlichen Weg zu suchen) kamen wir tatsächlich oben auf dem Berg an. Und wie jedes Mal musste ich zugeben: „Diese Aussicht war es wert!“ 

Schmerzhafter FeieraBEEnd!

Begeistert waren wir, als wir Bilder machen sollten, wie unser Chef Waben aus unseren Bienenstöcken holt..wir wussten bis heute nicht, dass wir überhaupt welche haben..jedenfalls haben wir tatsächlich einige gute Fotos geschossen, auch wenn der Preis dafür ziemlich hoch war…und schmerzhaft…

Fernando: 1 Stich

Caleb:         3 Stiche

Dominik:   5 Stiche

 

Im Endeffekt hat sich die Aktion doch gelohnt, da wir früher in den Feierabend durften. Der Abend endete mit einer Geschmacksexplosion, aufgrund unserer improvisierten Art von Pfannkuchen, da wir keine Eier hatten.

Tischgespräche

D: Und..wie schmeckt der Reis?

C: Joa, was kann man bei Reis schon                falsch machen?

D: Die Frage ist..was kann man bei Reis schon richtig machen?

Wieso hier heute kein Bild zu sehen ist?

„Nee, dafür ist mir mein Handyspeicher zu schade!“            -Dominik 

Es gab übrigens Reis mit Kichererbsen zum Mittagessen.

¡Feliz Sabado!

  Zur Abwechslung war heute mal ein ganz entspannter Sabbat. Gutes Essen zusammen mit den Kindern und den ganzen Nachmittag Siesta..das gibt’s leider nicht jeden Tag. Wir mussten feststellen, dass sie erst Abends richtig die Energie rauslassen, was dann mit einer kleinen Ringveranstalltung endete. 

Die Krawatte wurde natürlich erst nach Sonnenuntergang abgelegt…

Warme Dusche versetzt Berge

Nachdem wir uns schon langsam an die Arbeit hier im Projekt, das vegane Essen, das gute Wetter, die Arbeitsmoral, und generell an den Alltag hier in Samaipata gewöhnt haben gibt es immernoch eine Sache, die uns sehr schwer fällt…die abendliche kalte Dusche. Doch der Wille nicht zu stinken ist dann abends nach einem harten Arbeitstag größer als die Angst vor dem kalten Wasser. Vor zwei Tagen kam allerdings unsere Rettung. Ein neuer Wassertank. Das einzige Problem war..er muss weit oben auf einem Hügel installiert werden. Es schien zwar unmöglich einen Weg nach oben zu finden, doch Mit der warmen Dusche im Hinterkopf und zwei Macheten haben wirs doch hingekriegt einen Weg zu bilden.